Noch mehr Personalien: Wenn Verletzungen zur unendlichen Geschichte werden.

Der geradezu wunderbare Zustand, dass Jürgen Klopp bei der Aufstellung beinahe aus dem Vollen schöpfen konnte, wie es vor einigen Wochen der Fall war, hat leider nicht allzu lange angehalten. Aktuell scheint die Außenverteidigerposition besonders betroffen. Jetzt fällt auch Olli Kirch für zwei bis drei Wochen aufgrund einer im Spiel gegen Hannover erlittenen Sehnenreizung im Knie aus.

Wer wohl am Samstag gegen die Bayern als Außenverteidiger auflaufen wird? Piszczek ist nicht dabei, Schmelzer wohl auch nicht, Durm und Großkreutz sind dafür wieder im Training. Ich tippe dennoch auf Sokratis als Rechtsverteidiger und würde mir links Dudziak wünschen. Gegen Hannover hat er das sehr ordentlich gemacht und ein Startelf-Debüt gegen den FC Bayern München wäre jetzt nicht unbedingt zu verachten, oder? Ich fänd’s jedenfalls gut, wenn man den Jungen auch da ranlässt. Denn ob man Erik und Kevin einen Gefallen damit täte, ausgerechnet in dem Spiel wieder mit dabei zu sein, weiß ich auch nicht.

Und dann ist da ja noch die unendliche Geschichte um Nuri Sahin. Der noch immer nur läuft. Der „kleine Faserriss“ ist entweder unglaublich hartnäckig oder war dann doch etwas anderes – allerdings keine Schambein-Entzündung, das ist aber auch nur ein geringer Trost.

Ich habe absolut keine Ahnung von Medizin und deswegen werde ich mich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und in irgendeiner Weise den BVB kritisieren, was Diagnosen und Ausfallzeiten angeht. Aber ich kann mir nicht helfen, es ein bisschen merkwürdig zu finden, dass, so mein Eindruck, in der letzten Zeit die prognostizierten Fehlzeiten bei Verletzungen oft deutlich unter der tatsächlichen Ausfallzeit lagen. Im November war es der Wadenbeinbruch bei Sokratis, der statt nach zwei Wochen auskuriert zu sein, letztlich das Hinrundenaus bedeutete. Aktuell ist es eben Sahin, der am Wochenende bereits seit fünf Wochen fehlen wird, statt seit dreien schon wieder fit zu sein. Und waren da nicht sogar noch mehr Beispiele, die mir gerade nicht mehr einfallen wollen?

Egal. Wie gesagt – ich bin ein absoluter Laie, aber mir als Laien kommt das komisch vor. Werden da Diagnosen oder Prognosen zu früh gestellt, sodass man sich noch gar nicht wirklich sicher sein kann? Falls das so ist, dann wär’s mir ja lieber, ich erfahre erst eine Woche später davon (siehe Kirch), kann dann aber zumindest sicher sein, dass es nach den angekündigten zwei, drei, was auch immer Wochen wieder gut ist (so, wie ich hoffe, dass es jetzt bei Olli sein wird).

Man kann den Verein schwerlich dazu verpflichten, jeden kleinsten Pieps zu kommunizieren. Aber ich schätze mal, dass ich nicht die einzige bin, die es merkwürdig findet, wenn zunächst als unkompliziert eingestufte Fälle plötzlich dann doch deutlich länger dauern als erwartet. Ein wenig mehr Kommunikation wäre dann vielleicht doch schön, und wenn es nur heißt: Ja, es ist doch komplizierter, als zunächst angenommen, wir wissen nicht genau, wie lange es noch dauern wird. Damit könnte ich persönlich dann besser leben, als wenn ich höre, Faserriss, zwei Wochen, und diese zwei Wochen sich dann ohne Erklärung/Begründung ungewiss lange ausdehnen.

PS: Trotz allem hab ich unglaublich große Lust auf Samstag und ein gar nicht so schlechtes Gefühl. Endlich wieder BVB-Fußball!

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