100% Hygiene: Projekt der Neven-Subotic-Stiftung für mehr Hygiene und Bildung in Äthiopien

Sommerpause. Das ist diese Zeit, in der Fußballprofis – sofern sie nicht noch Länderspiele zu bestreiten haben – sich irgendwo in warmen Gegenden die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und außer dem gelegentlichen Posten eines Selfies nichts Nennenswertes zustande bringen.

In der Regel jedenfalls. Und dagegen ist ja auch überhaupt nix einzuwenden, jeder soll schließlich Urlaub machen dürfen, wenn er die Gelegenheit dazu hat. Und die sind ja bei Fußballern sowieso recht rar gesät. Aber natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen diese Regel. Und ganz aktuell heißt diese Ausnahme Neven Subotic. Der verbringt seine freien Tage nämlich – mal wieder – nicht irgendwo auf Ibiza oder in Kroatien an einem Strand, sondern mit einem Team seiner Subotic-Stiftung in Äthiopien, um sich über die Fortschritte des Projekts 100 % Hygiene zu informieren und diese zu dokumentieren.

Die Subotic-Stiftung hat Neven im Februar 2013 gegründet, um den Ärmsten der Armen, Kindern in den ärmsten Gebieten der Welt, dauerhaft und langfristig zu helfen.Das aktuelle Projekt der Stiftung heißt 100% Hygiene. Im Rahmen dieses Projektes baut die Stiftung Wasserbrunnen für Schulen in Äthiopien, um den Kindern dort Zugang zu frischem und sauberem Wasser zu ermöglichen. Daneben werden auch Toiletten errichtet, denn mangelnde Hygiene in Kombination mit dreckigem Wasser hat vermeidbare Krankheiten zur Folge. Außerdem fühlen sich vor allem Mädchen in der Schule oft nicht ausreichend geschützt, um dort auf die Toilette zu gehen und gehen in Folge dessen gar nicht mehr zur Schule. 100% Hygiene ermöglicht also nicht nur frisches Wasser und saubere, abschließbare Toiletten für mehr Privatsphäre, sondern bietet den Kindern vor allem auch den Zugang zu Unterricht und Bildung, ohne den sie ihr Leben nicht selbst in die Hand nehmen und entscheidend verbessern können.

Tag 5_privat© Patrick Temme/Vera Dammberg

Bereits letzten Sommer war Subotic im Rahmen seiner Stiftung in Äthiopien. Die aktuelle Reise wird von Subotic und seinem Team intensiv medial begleitet: Auf Facebook gibt es täglich einen Bericht von dem, was das Team an dem Tag erlebt hat, dazu einige Fotos und ein Video, in dem Neven von den Ereignissen des Tages berichtet. Die Berichte werden als „Tagebuch“ auch auf der Seite der Ruhrnachrichten veröffentlicht. So ist man als Freund der Stiftung, als Spender – oder als Fan des BVB oder von Neven Subotic, der die Beiträge und Videos auch auf seiner persönlichen Facebook-Seite teilt – ganz nah dran am Geschehen. So erfüllt die Stiftung – auf eine für sie nicht allzu aufwändige und kostengünstige Art und Weise – ihr Versprechen, dass man als Spender genau weiß, wofür das gespendete Geld eingesetzt wird. Und wer noch nicht gespendet hat, wird vielleicht durch die Bilder dazu angeregt.

Denn die sind wirklich berührend, ebenso wie die Berichte. Ohne dass sie es bewusst darauf anlegen oder auf die Tränendrüse drücken – einfach, weil mit etwas für uns so Simplem wie frischem, sauberem Wasser diese Menschen so unendlich glücklich gemacht werden. Und genau das merkt man auch Neven in den Videos an – wie berührt er ist von der Freude der Menschen und der Möglichkeit, ihnen mit seiner Stiftung ein besseres, einfacheres Leben zu ermöglichen. Wie sehr es ihn berührt helfen zu können. Da muss man einfach nur in seine Augen schauen, wenn er davon spricht, was er an dem Tag erlebt hat, und man merkt – er macht das nicht, um sich zu profilieren oder ‚weil es halt so von einem erwartet wird‘, sondern weil es eine Herzensangelegenheit für ihn ist. Weil er überzeugt davon ist, dass jemand, der in privilegierter Situation, im Überfluss lebt, die Pflicht hat, denjenigen zu helfen, denen es nicht so gut geht – sein eigener Hintergrund und die Erfahrungen mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien spielen da sicherlich auch eine Rolle. Es ist selbstverständlich für ihn, den Menschen in Äthiopien auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen zu helfen.

Tag 2_privat© Patrick Temme/Vera Dammberg

Alle Verwaltungs- oder Reisekosten, die im Rahmen seiner Stiftung anfallen, übernimmt Neven deswegen übrigens auch selbst. So können die Spenden zu einhundert Prozent in die Projekte gesteckt werden und kommen vollumfänglich den Menschen in Äthiopien zugute.

Tag 8_Neven-Subotic-Stiftung© Patrick Temme/Vera Dammberg

Wasser – nichts ist für uns selbstverständlicher, als dass wir den Wasserhahn aufdrehen und wir das Wasser, das dort herausfließt, ohne Bedenken zum Waschen und Kochen verwenden oder es trinken können. Die Subotic-Stiftung leistet einen großen Beitrag dazu, dass auch Menschen in Äthiopien sich weniger Gedanken machen und weniger Energie aufwenden müssen, um an Wasser zu kommen, und stattdessen vor allem die Kinder Zeit in ihre Bildung investieren können.

Ich möchte an dieser Stelle nicht offen zu Spenden aufrufen. Ich möchte aber sagen, dass ich Neven absolut bewundere dafür, wie viel Zeit und Energie er darauf verwendet, im Rahmen seiner Stiftung anderen zu helfen. Das ist ganz sicher nicht selbstverständlich (womit ich aber auch niemanden kritisieren möchte, der seinen Urlaub in anfangs beschriebener Weise am Strand verbringt) und absolut unterstützenswert und daher habe ich persönlich – angeregt und berührt durch die täglichen Berichte aus Äthiopien – eine Spende geleistet.

Zur näheren Information empfehle ich gerne die Homepage der Subotic-Stiftung, die sehr informativ gestaltet ist. Die täglichen Berichte und Videos gibt’s auf der Facebook-Seite der Stiftung.

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