Schwarzgelbe Woche – KW 26 – 28

Immer am Freitag vor dem neuen Spieltag schaue ich hier auf die schwarzgelbe Woche zurück und auf das, was seit dem letzten Spiel so los warin der Sommerpause fasse ich dabei öfter mehrere Wochen zusammen.

Mittlerweile haben wir den schlimmsten Teil der Sommerpause, den ganz ohne Fußball, schon überstanden. Seit knapp 2 Wochen wird beim BVB wieder trainiert, die ersten vier Testspiele, davon zwei auf der Asientour (dazu morgen mehr), wurden gespielt und gewonnen. Die aktuelle Tordifferenz beträgt dabei 34:1 – man sieht also, wie aussagekräftig diese Spiele waren. Natürlich werden da noch schwerere Gegner kommen, aber für den Anfang war es nicht schlecht und auf jeden Fall eine Menge Spaß. Mit 6 Toren führt aktuell übrigens Auba die Torschützenliste an ;-)

Was gibt es von der Transfer-Front zu berichten? Langerak ist nach Stuttgart gewechselt – und fällt aufgrund eines Muskelbündelrisses mal gleich für vier bis sechs Wochen aus. Gündogan hat verlängert. Das war aber bereits Bestandteil eines Posts. Milos Jojic ist nach Köln gewechselt – das wird, versprochen, bald Thema eines Posts sein.

Dann gibt es einige Aufregung rund um Ciro Immobile. Ja, immer noch. In den sozialen Netzwerken und leider auch in den Medien, und nicht nur bei der BILD, wird immer mehr das Bild der „Diva“ verbreitet, die „schmollend in der Ecke sitzt“, sich nicht integriert und ihren Wechsel jetzt quasi erzwingen will. Ich bin sicher nicht als der allergrößte Immobile-Fan bekannt, aber das geht mir schon zu weit. Immobile ist jemand, dem die Herzen nicht einfach so zufliegen. Er ist ein völlig anderer Typ als beispielsweise Auba, der quasi mit nem Dauergrinsen im Gesicht rumrennt. Ja, Immobile sieht oft gelangweilt, unglücklich oder desinteressiert aus. Aber zumindest ich „kenne“ ihn gar nicht anders. Soll heißen: So sah er schon ganz zu Anfang seiner Zeit in Dortmund aus. Daraus jetzt zu schließen, er sei kreuzunglücklich beim BVB und wolle unbedingt weg und wolle das mit dieser Haltung kundtun, hieße dann, dass er von Anfang an gar nicht da sein wollte. Er wirkt völlig anders als Auba, hat eine völlig andere Ausstrahlung – aber schon immer und nicht erst in den letzten paar Wochen. Dass er mit dem letzten Jahr sicher nicht total glücklich ist, ist auch klar. Aber neulich gab es von ihm noch die Aussage, dass er so den BVB eigentlich nicht verlassen wolle. Und es gibt ja auch nicht nur die Bilder des unglücklich schauenden Ciro, sondern z.B. auch solche.

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© (v.l.n.r.) Dersch, RN/DeFodi, BVB

Wir werden sehen, was da passiert. Vor allem die (eigentlich seriöse) Berichterstattung rückt Immobile aber aktuell in eine Ecke, die mir nicht gefällt.

Vielleicht im Zusammenhang damit steht die Nachricht, dass Massimo Mariotti künftig nicht mehr für Auba, Mkhitaryan, Immobile und Sokratis dolmetschen wird, sondern in der Scouting-Abteilung des BVB arbeiten wird. Die Profis sollen dadurch selbstständiger werden und sich (noch) besser in die Mannschaft integrieren. Ich muss sagen, ich war ja von Anfang an bass erstaunt, dass Papa, der ja schon vor seiner Anstellung beim BVB einige Zeit in Deutschland gekickt hat, so gar kein Wort Deutsch sprechen konnte/wollte. Und bei Mkhitaryan, der ja ein solches Sprachengenie ist, hatte ich auch gedacht, dass wir sicherlich bald mal einige Sätze auf Deutsch hören würden. Nun will der BVB genau das erzwingen – völlig verkehrt ist die Idee sicherlich nicht. Nur schade, dass wir den sehr sympathischen Mariotti dann nicht mehr so häufig sehen werden.

Das neue Trikot ist da – schick, aber vor allem auch echt teuer. 79,95 Euro für ein Stück Stoff – nein, danke. Mir persönlich ist das ganz sicher nicht so viel wert. Genügend Leute gibt es aber wohl, die es kaufen. Aber designmäßig finde ich es eine große Verbesserung gegenüber dem Trikot der letzten Saison, obwohl auch dieses nicht an das Auswärtstrikot herankommt. Zur Entwicklung von Trikot-Preisen, Fälschungen wer wie viel an einem Trikot verdient gibt es eine sehr lesenswerte Reportage der Ruhrnachrichten.

Nun ist Tuchel bereits seit zwei Wochen beim BVB bei der Arbeit. Es ist unheimlich spannend zu sehen, was anders läuft, im Training und in den Spielen. Vor allem auf taktische Neu- und Änderungen sind wohl viele gespannt – erst Recht nach dieser Aufstellung, die vor ein paar Wochen auf Twitter kursierte.

In den bisherigen Testspielen wurde vor allem im 4-1-4-1-, häufig mit Weigl als alleinigem Sechser, oder im eher gewohnten 4-2-3-1 agiert. Welche (taktischen) Erkenntnisse ansonsten noch gewonnen werden konnten, hat Constantin Eckner für Spielverlagerung.de aufgeschrieben.

Das vielleicht größte Diskussionsthema in dieser Woche (na gut, neben Ciro Immobile) waren die Spielpläne bzw. Anstoßzeiten – und zwar in der ersten Bundesliga, aber auch der Regionalliga West, in der die BVB-U23 in der nächsten Saison zuhause ist. In der ersten Bundesliga möchte die DFL ab 2017 zwei neue Anstoßzeiten einführen – und zwar zur besten Mittagsessenszeit am Sonntagmittag um 13:30 Uhr sowie, viel schlimmer, Montagsabends um 20:15 Uhr. Zwar nicht für alle Spieltage, sondern nur für jeweils fünf Spiele pro Saison. An den entsprechenden Spieltagen würde dann ein Spiel weniger am Samstag um 15:30 Uhr stattfinden. Und die Zahl der Topspiele am Samstagabend soll auf 29 festgelegt werden statt wie bisher bis zu 32 betragen. Die Spiele am Sonntagmittag und Montagabend sollen, laut DFL, die Vereine entlasten, die donnerstags in der Europa League spielen. Joah… Die Begeisterung hält sich, selbst als Anhänger eines vermutlich EL-spielenden Vereins, bisher in Grenzen, um es vorsichtig zu formulieren. Denn was für die DFL wohl viel mehr zählt als die Entlastung der Clubs (und da könnte man auch drüber streiten, wie viel das wohl tatsächlich bringt) ist, dass sie mit einer weiteren Entzerrung des Spieltags bei den TV-Geldern mehr abkassieren kann. Geld regiert eben die Welt. Logistisch auszutüfteln, welche Spiele dann wohl an einem Montagabend stattfinden können, stelle ich mir im Übrigen als gar nicht so einfach vor – denn alle CL-Mannschaften fallen da ja raus. Wird dann also wohl immer Spiele gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte treffen. Und ob an einem Montagabend die Stadien voll werden – auch wenn man vielleicht nur von Dortmund nach Hannover oder umgekehrt fahren muss, da bin ich mir auch nicht wirklich sicher.

Noch lachhafter ist eigentlich nur die Ansetzung des Auftaktspiels der U23 in der Regionalliga West. Das soll ebenfalls an einem Montag (04. August) stattfinden und zwar, Achtung, um 14 Uhr. Montagsmittags, 14 Uhr – wer, außer mit etwas Glück Studenten und ansonsten vielleicht noch Rentnern, hat denn da bitteschön Zeit in’s Stadion zu gehen? Achso, ist ja nur Regionalliga…. Ja dann… Eigentlich ist das einfach nur ein großer Witz, nur dass es wohl nicht als solcher gemeint ist. Einen schönen Text dazu findet man auf Schwatzgelb.de. Vielleicht bewegt sich da ja noch etwas.

 

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